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Hauseingänge: Die Visitenkarte des Grundstücks


Neben einer harmonischen Gestaltung der Hauseingänge zählt auch die Sicherheit: Hauseingänge schaffen eine architektonische Verbindung zwischen Innen und Außen. Neben einer schönen Optik muss der Eingangsbereich aber auch einen sicheren Zutritt ermöglichen.

von LVZ-Immo / Red. am 28.08.2010

[caption id="attachment_7485" align="alignleft" width="234" caption="Der erste Eindruck zählt: Hauseingänge sollten einladend gestaltet werden. Foto: dpa"][/caption]

Der erste Eindruck zählt: Eine schöne Tür, stimmiges Licht und dezente Dekoration wirken auf Gäste einladend. Trotzdem darf die Sicherheit nicht außer Acht gelassen werden. „Um sich in der Dunkelheit leichter zu orientieren
und Stolperfallen zu erkennen, sollten Wege und Haustür gut beleuchtet werden“, sagt Susanne Woelk von der Aktion Das sichere Haus in Hamburg. Leuchten an der Haustür mit Bewegungsmeldern können diese Aufgabe zum Beispiel übernehmen. Dann muss das Licht nicht per Hand angeschaltet werden. Aber auch Bodenlampen sind eine passende Alternative. Diese eignen sich ebenfalls für Einfahrten, da sie aus sehr stabilem Sicherheitsglas bestehen und somit Belastungen bis 3000 Kilogramm standhalten können.

„Licht im Eingangsbereich schützt nicht nur vor Stolperfallen und ungebetenen Gästen“, erklärt Andreas Lang vom Branchenportal licht.de in Frankfurt/Main. Denn fehlt die Beleuchtung der Haustür, stehen Besucher im Halbdunkel. Vom Gastgeber ist außerdem nur die Silhouette zu sehen, da ihm das Licht der Flurbeleuchtung auf den Rücken scheint.

Für Haustüren ohne Vordach sind Wandleuchten empfehlenswert. Ist ein Vordach vorhanden, könnten darin Einbau- oder Anbauleuchten integriert werden, schlägt Lang vor. Die Leuchten an der Haustür müssten in jeden Fall für den Einsatz im Freien geeignet sein. Erkennbar ist das an der Schutz-Kennzeichnung IP 43.

„Aus Sicherheitsgründen gilt es Zugänge, die mehr als vier Stufen haben, mit einem Geländer zu sichern“, fügt Woelk hinzu. An der Haustür sollte möglichst keine Schwelle sein. Eine weitere Stolperfalle sind Fußmatten vor der Haustür. Bereits bei der Planung lässt sich ein integrierter Bodenrost zum Dreckabstreifen der Schuhe einplanen.

Wer den Hauseingang neu gestalten will, sollte außerdem darauf achten, dass er mit dem Haus harmoniert. Vor allem bei Altbauten muss die betreffende Bauepoche berücksichtigt werden, rät Thomas Drexel, Fachbuchautor und Architekt aus Augsburg. Haustür, Fenster und die übrigen Gestaltungselemente müssten ein stimmiges Ganzes ergeben. Eine vorgefertigte Haustür aus Baumärkten und Ausstellungen sollte zum Beispiel nur gekauft werden, wenn sie sich gut in das Gesamtkonzept einfügt.

Wer in eine neue Haustür investiert, sollte auf moderne Standards achten.
Heute hätten viele Modelle schon einbruchsichere Schlösser und eine Wärmedämmung, erläutert Jürgen Benitz-Wildenburg vom Institut für Fenstertechnik in Rosenheim (Bayern). Damit auch Haustür und Garagentor optisch harmonieren, bieten darüber hinaus einige Hersteller aufeinander abgestimmte Modelle an.

Während Türen mit Klinken oder Knauf deutlich einladender wirken, sind Türen ohne Öffnungsmöglichkeit abgesehen vom Aufschließen abweisender. Auch die kleinen Elemente des Eingangsbereichs wie Briefkasten, Klingelknopf, Außenleuchten oder Vordach sollten zueinander passen. Mit Schmuckelementen wie Tonfiguren wird besser sparsam dekoriert, warnt Drexel. Buchsbäume oder Hibiskus in Terrakottatöpfen wirken ebenfalls einladend und passen zu jedem Baustil.

Auch auf die Sicherheit sollte man bei der Gestaltung des Hauseingangs unbedingt achten. Für besondere Sicherheit sorgen dabei vor allem Gegensprechanlagen mit einer Videoüberwachung, die sich vor allem für größere Grundstücke generell anbietet. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Kameras und die restliche technische Ausstattung so in das Gesamtbild integriert werden, dass sie nicht störend auf die Gesamtoptik wirken.

Bei der Wahl eines Automatikschlosses für die Haustür ist Vorsicht angebracht.
Denn ein Automatikschloss verriegelt die Tür schon beim einfachen Zuziehen. Ein zusätzliches Sichern durch die übliche Schlüsselumdrehung entfalle, erläutert Jürgen Benitz-Wildenburg vom Institut für Fenstertechnik in Rosenheim (Bayern). Wenn bei solchen Türen nach unabsichtlichem Schließen aber kein Schlüssel zur Hand ist, hat der Hausbesitzer ein Problem. Türen mit Automatikschlössern sollten daher zusätzlich mit unabhängigen Fingerprint- oder Funk-Systemen ausgestattet werden.

Die üblichen Funk-Türschlösser sind für alle Zugänge mit Standard-Schließzylinder einsetzbar. Das entsprechende System wird auf der Innenseite des Türschlosses montiert. Der auf den Schließzylinder aufgesetzte Motorantrieb
bewegt wie beim üblichen Öffnen und Schließen mit einem Schlüssel die Ver- und Entriegelungsmechanik. Der erste Eindruck zählt: Hauseingänge sollten  einladend gestaltet werden.

Stephanie Hoenig/Thomas Voigt

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