von LVZ-Immo / Red. am 15.08.2010
[caption id="attachment_7591" align="alignleft" width="300" caption="Freie Wiese: Im Wohngebiet Klebendorfer-/Sommerfelder Straße will die Stadt an dieser Stelle künftig statt Reihenhäusern auch Stadtvillen erlauben. Foto: Jörg ter Vehn"]

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Taucha. Die Parthestadt will sich dem Trend beim Bauen nicht verschließen und die Bestimmungen im Wohngebiet Klebendorfer-/Sommerfelder Straße lockern. Einstimmig votierten die Stadträte am Donnerstagabend für entsprechende Änderungen im Bebauungsplan. Vom 13. September bis zum 15. Oktober können Betroffene dazu Stellung nehmen, bevor der Plan endgültig beschlossen wird.
Es ist bereits die Änderung P im sogenannten B-Plan 8a. Man habe seinerzeit gedacht, für die Änderungen werde das Alphabet schon reichen, so Bauamtsleiterin Barbara Stein. „Na, schauen wir mal“, sagte sie.
Im Zentrum der jüngsten Korrekturen steht der noch unbebaute Bereich südlich des Teiches. Die Regelung zu den Firsthöhen soll aufgehoben werden, und anstelle der geplanten Reihenhäuser sollen nun einzeln stehende Häuser erlaubt werden. Dies geschehe auf Wunsch der Vermarkter, die ein reges Interesse an Grundstücken in dem Bereich verzeichnen würden. Wie berichtet, hatte die kommunale Immobilienfirma IBV vor Kurzem schon über knapp werdende Flächen geklagt.
Allerdings seien Einzelhäuser gewünscht, so Stein. „Reihenhäuser vermarkten sich derzeit gar nicht.“ Gleichwohl solle der städtebaulich gewünschte Charakter eines Rondells rund um den Teich erhalten bleiben. Daher werde bei den unmittelbar angrenzenden Grundstücken eine gemeinsame Baulinie festgelegt. Abgesprochen sei ferner ein städtebaulicher Entwurf als Basis der Vermarktung, um gezielt Stadtvillen dort anzusiedeln.
Ein früher in dem Bereich geplanter Spielplatz könne dem Baufeld zugeschlagen werden, da der vorhandene Spielplatz am Teich aufgewertet worden ist. Ferner ist geplant, das noch freie Baufeld südlich des Netto-Marktes als Mischgebiet auszugeweisen. Die dort geplante geschlossene Bebauung entfalle, könne dadurch flexibler gestaltet werden.
Stadtrat Ulrich Grüneisen (CDU) fragte, ob mit dem Wegfall der Firsthöhen-Regelung nicht viel zu hohe Häuser erlaubt würden. Stein antwortete, das sei nicht möglich, weil wegen der Berechnung der Abstandsflächen die Firsthöhen in einem vernünftigen Verhältnis bleiben müssten.
Text: Jörg ter Vehn, LVZ