von LVZ-Immo / Red. am 05.11.2010
[caption id="attachment_8708" align="alignleft" width="300" caption="Von einer kühl-feuchten Abstellmöglichkeit für Pflanzen und Gartenmöbel hat sich der Wintergarten zu einem zweiten Wohnzimmer für das ganze Jahr entwickelt. Foto: dpa"]

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Mit Wintergärten lassen sich viele Wohnstile verwirklichen – rustikal, verspielt oder schnörkellos. Dabei spielt die Materialwahl des Traggerüstes eine Rolle. Holz ist besonders vielseitig einsetzbar, meinen die Spezialisten vom Wintergarten-Fachverband Rosenheim. Es ist hoch wärmedämmend und kann durch seine natürliche Oberfläche Wärme und Geborgenheit vermitteln. Dagegen entsteht eine nüchterne Sachlichkeit, wenn ein deckender Anstrich im Innern gewählt wird. Die Wohnlichkeit bleibt dabei immer gewahrt. Etwas schwerer ist es mit Kunststoff, der aufgrund seiner glatten Oberfläche immer etwas kälter wirkt.
„Wichtig bei der Planung ist, immer das Gesamtbild im Auge zu behalten. Der Glasanbau muss sich der vorgegebenen Situation anpassen, ohne als Fremdkörper zu wirken“, sagt Franz Wurm, Vorsitzender des Wintergarten-Fachverbandes. Das ist auch bei der Auswahl des Fußbodenbelags zu beachten. Wird derselbe Belag wie im
angrenzenden Wohnraum verwendet, entsteht eine enge optische Verknüpfung
beider Bereiche. Zum Beispiel dehnt Parkett das wohnliche Ambiente bis in den Wintergarten aus.
Rustikaler als Parkett wirken Holzpflaster sowie Holzroste mit breiten Dielen. Ebenso wie Keramik, Naturstein oder Cotto ähneln sie eher einem Terrassenbelag.
Bei aller Schönheit ihres grünen Lieblingsplatzes sollten Hausbesitzer auch bedenken, dass Wintergärten Energieschleudern sein können, die im Winter viel Heizenergie verbrauchen und sich im Sommer aufheizen. Über
das Klima im Wintergarten entscheidet in erster Linie der Standort. Nach Süden ausgerichtete Glasanbauten bringen im Winter Vorteile, weil durch die Sonneneinstrahlung relativ hohe Raumtemperaturen erreicht werden.
Im Sommer heizen sie sich allerdings ohne ausreichende Beschattung und wirkungsvolle Be- und Entlüftung auf. Optimale Energieeinsparung für das angrenzende Wohnhaus während der Heizperiode und keine Überhitzung im Sommer lassen sich nach Ansicht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mit einer Ausrichtung nach Norden erreichen. Allerdings reichen die Temperaturen während des Winters für einen längeren Aufenthalt im Wintergarten nicht aus. Und auch in den Übergangszeiten ist die Benutzung auf die wärmeren Perioden begrenzt. Eine höhere Nutzbarkeit bringen nach Ansicht der Experten Wintergärten, die nach Osten und Westen ausgerichtet sind. Allerdings sparen diese nur wenig Energie, die Energiebilanz ist aber nahezu ausgeglichen.
Text: Katja Fischer