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Klardigital“ heißt die Initiative des MDR, mit der die Dreiländeranstalt über das Ende des analogen Sat-Empfangs informieren will. Bei einem Thementag am Montag dieser Woche ist man in allen Rundfunkprogrammen und im MDR-Fernsehen intensiv auf dieses Thema eingegangen. Peter Escher, Gesicht der Kampagne, gab Tipps zum digitalen Empfang und informierte über Vorteile. Zeitweise wirkte dies, als stünde das Ende des Abendlandes bevor. „
Vorsicht Schwarzbild“, heißt es beispielsweise. „Einge-Eschert“, „Heimatlos“, Keine Infos mehr“ - warnt Escher in einem dramatisch geschnittenen Video, das sich auf einige der MDR-Magazine bezieht. Wer all das nicht wolle, solle dringend umrüsten auf digitalem Empfang.
„Ich glaube, das Thema wird in den Medien derzeit mehr hochgefahren, als nötig ist“, glaubt Andreas Haferkorn, Fernsehmeister aus Leipzig-Mockau. Bereits seit acht Jahren rüste er seine Kunden nur noch mit digitalen Anlagen aus. „Das müssen schon alte Anlagen von Verbrauchern sein, die sich auch sonst kaum neue Technik kaufen. Die Leute werden verrückt gemacht, es herrscht viel Verunsicherung über dieses Thema“, sagt der Fachmann. So glaubten viele seiner Kunden, das Thema betreffe auch den Kabelfernsehbereich, obwohl sich hier nichts ändert.
Fakt ist: In Sachsen sehen immer noch rund 400.000 Haushalte über eine analoge Anlage fern. Das sagt zumindest eine Studie der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (agf). In ganz Deutschland seien es noch 3 Millionen Haushalte, die noch nicht umgerüstet haben. Dabei bringt digitales Satellitenfernsehen erhebliche Vorteile: „Das Bild ist viel besser und es gibt eine viel größere Programmvielfalt. Zudem ist die Störanfälligkeit bei Schlechtwetter nicht so groß“, informiert Andreas Haferkorn. Streifen, die so genannten „Fischchen“, gibt es im Digitalbereich nicht. „Entweder ist das Bild da, oder eben nicht“, so Haferkorn.
Wie erkenne ich, ob ich bereits digital gucke?
Verunsicherung herrscht bei vielen Verbrauchern vor allem darum, weil sie nicht wissen, ob sie bereits digital schauen. Der MDR macht es hier recht einfach: Auf der Videotext-Tafel 198 kann man ganz einfach testen, ob man analog oder digital schaut. „
Betroffenheitstest“ nennt das die öffentlich-rechtliche Anstalt. „Wir fragen die Kunden meist, ob sie beispielsweise ZDF.neo oder EinsFestival sehen können. Das sind Sender, die ausschließlich digital senden“, ergänzt Haferkorn.
Worauf sollte man beim Kauf einer Sat-Anlage achten?
Wer noch analog schaut und nun umrüsten muss, der sollte nicht das billigste Modell einer Sat-Anlage kaufen. „Wichtig ist, auf eine gute mechanische Beschaffenheit der Schüssel und des Befestigungsmaterials zu achten. Auf Markenhersteller zu setzen ist auf jeden Fall ratsam“, sagt Fernsehmann Andreas Haferkorn. Auch auch die gute Bedienbarkeit der Reciever sollte man Wert legen. Diese könnte man sich im Fachhandel erklären lassen. Auch das Herunterladen der Bedienungsanleitungen von den Websites der Hersteller kann helfen. So erfährt man schon vor dem Kauf Details über die Handhabung der Fernbedienung, der Programmierung und Sortierung von Sendern und so weiter.
Zusätzlich empfiehlt Andreas Haferkorn, die Sat-Anlage von einem Fachmann einmessen zu lassen. „Man kann die Schüssel selbst montieren und ein Bild auf den Fernseher bringen. Allerdings gibt es meist noch Reserven. So kann es dann bei Schnee oder Regen sein, dass bei Ihnen schon der Bildschirm schwarz oder blau wird, während der Nachbar noch gucken kann“, sagt er. Außerdem sollte man, wenn man einmal eine neue Anlage montiert, auf eine gute Erreichbarkeit der Sat-Schüssel achten. Denn wenn doch mal ein Teil wie das LNB (Low Noise Block Converter) gewechselt werden müsse, mache es sich bei Schnee und Eis sehr schlecht, auf dem Schrägdach zu hantieren.