Bisher in dieser Serie erschienen:
Teil 1: Andreas Zachlod, Projektdirektor von Einrichtungs-Fachmessen.
Teil 2: Freddy Holzapfel, Radiomoderatorin (dieser Text)
Teil 3: Roman Knoblauch, Radiomoderator
Teil 4: Thorsten Wolf, Schauspieler und Kabarettist
Eine Wohnung auf der Grenze zwischen Gohlis und Eutritzsch. Hier, einen Steinwurf vom Bretschneiderpark entfernt, lebt Familie Holzapfel in einer großen Zweizimmerwohnung: Ein riesiges Wohnzimmer mit Kamin und angrenzender offener Küche, ein großes Bad, ein Schlafzimmer mit Wandschrank, eine Gästetoilette und ein Hauswirtschaftsraum. 115 Quadratmeter pure Gemütlichkeit. Wer die Wohnung von Freddy, ihrem Mann Tilo und Sohn Ferdinand betritt, merkt gleich: Die Familie ist angekommen. Und Freddy erwachsen geworden. Dominierten ihre erste Wohnung noch kreischbunte Möbel und Bilder, strahlt der Wohnraum der Holzapfels nun Verlässlichkeit aus. Braun und beige schaffen Ruhe. In Verbindung mit dem Wohnumfeld und der „wirklich tollen Hausgemeinschaft, in der wir viele Freunde gefunden haben“, wie es Freddy ausdrückt, ist die Wohnung unter dem Dach geradezu perfekt.
Umso komplizierter war es für die
Radiofrau und den Kameramann, als sich der Sohnemann ankündigte. „Es gab eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Ausziehen oder hier etwas machen“, so Freddy. Da ein Auszug aus oben genannten Vorzügen nicht in Frage kam, überlegten sie. „Fakt war, dass wir einen extra Raum brauchten“, so Freddy. In einer Mietwohnung sind die Möglichkeiten hierfür recht beschränkt. Wanddurchbrüche sind ebenso tabu wie der Einbau von Gipskarton oder gar das Hochziehen einer neuen Mauerwand. Glücklicherweise kannten sie Jörg Vidotti-Demmler. Der Leipziger hat mit seinem Unternehmen
T-Raumlicht genug Ideen für solche Fälle.
Kurzerhand baute er einen Raumteiler mit Schiebetür und trennte so ein Stück vom großen Wohnzimmer ab. Außen verbaute er Holzbalken in
Palisander, die er mit Acrylglasscheiben verkleidete. Innen montierte er weiße Möbelplatten. Zusätzlich erhielten die Glasscheiben noch eine indirekte Beleuchtung, die nun als Tageslicht fungieren, weil durch den Raum ein Fenster im Wohnzimmer wegfiel. Gesteuert wird das Licht über eine Fernbedienung. Damit der Raumteiler bei einem Auszug wieder rückstandslos entfernt werden kann, wurde er nicht im Parkett verschraubt. Entstanden ist auf diese Weise ein rund 15 Quadratmeter großer Raum mit Fenster für den Sprössling, in dem er sich wohl fühlt und entspannt schlafen kann. „Natürlich ist das Zimmer nicht so schalldicht wie ein richtiger Raum, müssen also entsprechend leise sein, wenn er schlafen soll. Aber das ist ein wirklich kleiner Kompromiss, den wir bringen müssen“, so die 33-Jährige.
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