von LVZ-Immo / Red. am 24.12.2010
[caption id="attachment_8943" align="alignleft" width="300" caption="Bungalows wirken modern und sind dabei altersgerecht. Allerdings benötigen sie größere Grundstücke als herkömmliche Häuser. Foto: dpa"]

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Mit dem Bungalow findet ein Klassiker der Moderne derzeit wieder Aufmerksamkeit bei Bauherren und Architekten. Das ebenerdige Haus ist ideal für ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern, aber auch für anspruchsvolle Bewohner, die ihren Wohnraum nach draußen erweitern möchten.
„Vom Typus her Luxus“, beschreibt der Lippstädter Architekt Heinz-Bernd Passgang die repräsentativen Objekte. Denn dieser Bau braucht viel Platz. „Ein Grundstück ab 400 Quadratmeter, am besten noch größer“, hält der Experte vom Bund Deutscher Architekten (BDA) für notwendig. Denn nur freistehend kommt der großzügige Baustil wirklich gut zur Geltung. Die meisten Bauherren wünschen sich außerdem einen großen Garten.
Angesichts teurer Grundstücke ist der Bungalow daher meist eine kostspielige Angelegenheit, sagt Eva Reinhold-Postina vom Verband privater Bauherren (VPB) in Berlin. Große Grundstücke - die nicht völlig fernab liegen - gebe es meist nur im teuren Speckgürtel von Großstädten. Allerdings offerieren Fertighausanbieter zahlreiche günstigere Varianten. Einige Bungalows werden zu Preisen unter 100000 Euro angeboten, haben aber zumeist keinen Keller. Kettenhäuser sind laut Reinhold-Postina ebenfalls eine etwas günstigere Form des Bungalows. Die Zielgruppe seien Familien mit begrenztem Budget, die jedoch stadtnah zu den eigenen vier Wänden kommen wollen.
Die Vorteile des Bungalows sind eindeutig: Alle Wohnräume befinden sich auf einer Ebene. Es gibt in der Regel weder Schwellen noch Eingangsstufen, dafür bodengleiche, oft breite Ausgänge zu Terrasse und Garten. Dieser Baustil ermöglicht so ein weitgehend barrierefreies Wohnen. Der direkte Zugang zum Garten kommt älteren Menschen wie Kindern entgegen, aber auch „dem Trend zum Wohnen im Freien“, sagt Passgang. Wer will, bezieht den Außenbereich in den Wohnbereich mit ein. Eine Überdachung macht außerdem die Terrasse bei schlechtem Wetter nutzbar.
Den Blick nach draußen geben oftmals riesige Fensterfronten frei. So flutet das Licht durch die Räume. Die Verglasung kann allerdings zum Problem werden, wenn sie den Energieverbrauch in die Höhe treibt. „Man sollte sich deshalb für einen Stoff mit wenig Wärmeverlust entscheiden“, empfiehlt der Kölner Architekt Reimund Steven. Zum Beispiel hilft die Drei-Scheiben-Technik, die Heizkosten zu senken.
Text: Monika Hillemacher