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Stadtentwicklung Grünau: Bürger sind eingeladen


Ideen zur Schaffung einer Waldfläche auf dem Areal der so genannten „Eiger Nordwand“ (Neue Leipziger Straße 2-32), eines inzwischen abgerissenen Grünauer Plattenbaukomplexes, stehen im Mittelpunkt einer Bürgerveranstaltung am 25. Januar, 17 Uhr, in der Aula der Max-Klinger-Schule (Miltitzer Weg 4).

von Daniel Große am 18.01.2012

Die Stadtverwaltung lädt zu dieser Veranstaltung ein. Die Umgestaltung ist Bestandteil eines 2007 gestarteten Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens mit dem sperrigen Namen „Ökologische Stadterneuerung durch Anlage urbaner Waldflächen auf innerstädtischen Flächen im Nutzungswandel – ein Beitrag zur Stadtentwicklung“. Die Maßnahme wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Damit soll in Regie des Stadtplanungsamtes modellhaft die Anlage verschiedenartiger so genannter urbaner Waldflächen erprobt werden, die einen neuen Typ städtischer Freiflächen darstellen und sich deutlich von klassischen Waldflächen sowie von Parkanlagen unterscheiden.

Die erste derartige Fläche ist das im Juni 2010 übergebene rund 3,87 Hektar große „Stadtgärtnerei-Holz“, das auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Zweinaundorfer Straße angelegt wurde.

Das Areal der „Eiger Nordwand“ befindet sich in dem von der „Entwicklungsstrategie Grünau 2020“ als Stadtumbaugürtel definierten Bereich im westlichen Grünau. Stadt und Grundstückseigentümer haben sich darauf geeinigt, hier eine Fläche für naturnahe Erholung anzulegen. Bei der Realisierung kooperieren das Stadtplanungsamt, das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung und das Amt für Stadtgrün und Gewässer. Die Gestaltung soll zur Aufwertung der angrenzenden Wohnbereiche beitragen. Die vom Stadtplanungsamt gemeinsam mit dem Büro Irene Burkhardt Landschaftsarchitekten erarbeitete gestalterische Idee sieht vor, die bestehenden Wegeverbindungen zu erhalten und Spiel- und Aufenthaltsräume zu integrieren, alles eingebettet in natürliche und großzügige Waldflächen.

Das Wegenetz dient auch der Verbindung der Siedlung mit den Naturräumen Zschampertaue und Kulkwitzer See. Nach intensiver Vorbereitung sind nun die Voraussetzungen für eine Umsetzung geschaffen worden. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz sowie das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt Leipzig-Grünau“ unterstützt.

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